Positionen


NEIN zur Altersheim-Initiative – Neues Altersleitbild 2014 ist ausreichend

NEIN-Parole zur Abstimmung vom 8. März: Altersheim-Initiative

Grünliberale Thun gegen überflüssige Verfassungsänderung – Neues Altersleitbild 2014 ist ausreichend

Die Grünliberalen stehen hinter dem im August 2014 erarbeiteten Altersleitbild der Stadt Thun. Es umfasst neben dem Bereich Wohnen eine Vision, Prognosen sowie weitere zentrale Aspekte wie Verkehr, Gesundheit, Soziales oder Freiwilligenarbeit. Diese Leitlinien dienen im Gegensatz zur nichtssagenden Verfassungsergänzung für die anstehenden Herausforderungen und Projekte der kommenden Jahre als gute Handlungsgrundlage.

Die Grünliberalen der Stadt Thun sprechen sich deshalb gegen die Thuner „Altersheim-Initiative“ aus. Sie sind der Meinung, dass eine Verfassungsänderung nur dann sinnvoll ist, wenn daraus auch konkrete Handlungsaktionen abgeleitet werden können. In der aktuellen Formulierung weckt sie falsche Erwartungen in Bezug auf das Angebot an Wohn- und Pflegeheimplätze sowie der Betreuung von deren Bewohner. Allerdings ist in den zentralen Fragen nicht die Stadt, sondern der Kanton zuständig. Das Angebot wird auf kantonaler Ebene geplant, bei Bedarf bewilligt und im Betrieb überwacht. Deshalb hat dieser Punkt für die Grünliberalen nichts in der Stadtverfassung verloren.
Die Grünliberalen setzen sich in der Stadtentwicklung und bei Mitberichten zu Bau-, Verkehrs- oder Entwicklungsprojekten dafür ein, in jeder Lebenslage die Bedürfnisse aller Generationen zu berücksichtigen.

JA zu Energie- statt Mehrwertsteuer
Bei der Abstimmung zu „Energie- statt Mehrwertsteuer“ empfiehlt die glp Thun den Stimmberechtigten ein „ja“ und folgt damit der Parole der Grünliberalen Schweiz.
Sie sorgt für Verursachergerechtigkeit und Kostenwahrheit beim Energieverbrauch. Sie stärkt die Eigenverantwortung bei der Wahl des Energiebezugs und unterstützt aktiv den wirtschafts- und klimafreundlichen Atomausstieg. Die Initiative stärkt innovative Unternehmen und senkt die Abhängigkeit von Öl, Gas und Uran aus instabilen Weltregionen.

Mitwirkung „Zonenplanänderung Freistatt“

Im Rahmen der Mitsprache zur Zonenplanänderung Freistatt bestätigen die Thuner Grünliberalen Ihre positive Haltung zur Verdichtung. Sie erlaubt uns, wertvollen Boden zu schonen und mehr freie Flächen auch in Zukunft zu geniessen. Deshalb schlagen wir die Prüfung von vier statt drei Geschossen vor – nach dem Motto: „ä chli höcher, derfür meh Platz rundume“. Bezüglich Parkieranlage und Energieversorgung wünschen sich die Grünliberalen echte und verbindlichere Schritte zur Umsetzung der Ziele gemäss Energierichtplan. Anreize und unternehmerische Freiheiten zur Umsetzung werden gegenüber Verboten und Reglementen bevorzugt. Entsprechend der grünliberalen Mitwirkungseingabe und Abstimmungsempfehlung „Weststrasse“ wird im Rahmen der geplanten Ortsplanungsrevision eine Auslegeordnung zur Gestaltung Thuns (Gebiete zur Verdichtung, Freiräume usw.) erwartet.

Die geplante Verdichtung deckt sich mit den grünliberalen Vorstellungen zur Thuner Raumplanung. Diese stellt die Verfügbarkeit genügender, bezahlbarer Wohnungen sicher und verhindert gleichzeitig die Überbauung der letzten freien Flächen Thuns. Wir werden zudem die Umsetzung der angekündigten Eckwerte und Sicherstellung von ausreichender Ausgleichsfläche eng verfolgen. Unseres Erachtens wäre sogar die Möglichkeit von 4 statt 3 Geschossen prüfenswert. Mehr Wohnfläche auf weniger Boden entlastet die übrigen Gebiete vom Druck neuer Bauten. Die Ermöglichung von Attikageschossen im höheren Preissegment würde gleichzeitig der (Quer-)Finanzierung bezahlbarer Wohnungen sowie dem städtischen strategischen Ziel eines erhöhten Steuersubstrats dienen. Wichtiger als die Ausnützungsziffer scheint uns die konkrete Gestaltung mit genügend gemeinsamem Aussenraum.

Wir stellen zur Diskussion, ob anstelle der Konzentration auf Familien eine breitere Zielgruppe (z.B. Senioren) nicht sinnvoller wäre. Ein allfälliger Einbezug der Länggass-Post-Parzelle scheint uns prüfenswert. Wir wünschen, dass diesbezüglich Gespräche mit der Post geführt werden.

Wir regen an, mit Rahmenangeboten Anreize zu schaffen, dass nicht jede Familie mit zwei herkömmlichen Autos ausgerüstet ist. Wir schlagen deshalb ein umfassendes Angebot von ausgewiesenen Mobility-Parkplätzen, von Elektrotankstellen, von Elektromietvelo-Stellen (ähnlich Mobility) und anderen Angeboten in der Siedlungseigenen Einstellhalle vor. Die Verknappung von ordentlichen Parkplätzen, die mit der zur Verfügung Stellung der vorgeschlagenen Angebote aufgefangen wird, kann durch den Vermieter/Verkäufer mit zusätzlichen Anreizen wie einem 2-jahres-Startangebot Mobility oder Elektromietvelo oder gar Busabo gefördert werden. Damit würden Investoren auch selber auf zu viele Parkangebote verzichten.

Der angestrebte „geringe Energieverbrauch“ und der "möglichst hohe Anteil an erneuerbaren Energien" sind zwingend weiterzuverfolgen. Die Grünliberalen wünschen sich diesbezüglich verbindlichere Rahmenbedingungen bzw. Vorgaben. Wenn die ThunerInnen sich langfristig von der Abhängigkeit grosser Energielieferanten lösen wollen, besteht hier die Chance zu einem weiteren, konkreten Schritt. In den Unterlagen wird zudem bereits auf den überkommunalem Richtplan Energie RPE verwiesen.

Grünliberale gegen die Zonenplanänderung Weststrasse Süd

Medienmitteilung vom 20. Januar 2014

Die Grünliberalen der Stadt Thun sind gegen die aktuell geplante Zonenplanänderung "Weststrasse Thun". Das Vorhaben ist zu vage, Mieterzusagen stehen aus und eine überschaubare städtische Gesamtplanung für die nächsten Jahre fehlt immer noch. Zudem sollte ein zukünftiges, konkretes Projekt die Stadtkasse weniger belasten.

Gemäss Abstimmungsunterlagen der Stadt, gibt es keine schriftliche Zusage von einem Autobetrieb, der von der Gwattstrasse umsiedeln würde, obwohl gerade dies mit eine Begründung ist, die Überbauung zu realisieren. Die Grünliberalen befürchten, dass sich plötzlich eine weitere Automeile in Thun ansiedelt, statt dass Wohnraum an der mässig attraktiven Gwattstrasse geschaffen werden kann. Auch bestehen grosse Zweifel, dass ein zusätzlicher Bau- oder Gartenmarkt neben den beiden bestehenden Einkaufscentren in unmittelbarer Nachbarschaft nötig ist. Es stellt sich somit die Frage, welche Betriebe sich nach der Überbauung des Kulturlandes ansiedeln werden. Auch steigern aus Sicht der Grünliberalen die zwei Fassadenfronten auf einer Länge von 3(!) Stadionbreiten die Attraktivität der Stadteinfahrt nicht.


In der Mitwirkung haben sich die Grünliberalen unter der Bedingung mit der Zonenplanänderung einverstanden erklärt, dass zum einen Zusicherungen von Seiten Gewerbe für einen Umzug von der Gwattstrasse an die Weststrasse bestehen. Zum andern sollten der Thuner Bevölkerung die Planungsabsichten für die nächsten Jahre im städtischen Zusammenhang transparent zugänglich gemacht werden. Leider kamen diese Unterlagen bis jetzt nie offiziell auf den Tisch, obwohl diese bei einer vorausschauenden Planung bestimmt bestehen.

Die Grünliberalen erhoffen sich in Zukunft von der Stadt, dass die Thuner StimmbürgerInnen zu konkreten Entwicklungsplanungen und –konzepten frühzeitig einbezogen werden. Damit könnte die derzeitige Salamitaktik aufgebrochen werden. Mangels Transparenz bemerken die Bewohner anderer Quartiere nämlich nicht, dass sie heute an der Urne eigentlich indirekt ihre eigene Zukunft beeinflussen. Denn früher oder später wird mit der nächsten Salamischeibe ein Gebiet in ihrer unmittelbaren Umgebung ‚abgeschnitten’.


Die Grünliberalen stellen auch die finanzielle Lösung der Einzonung in Frage. Der Unterhalt der Umgebung (Strassen und Grünzone) wird die Stadtkasse belasten, während das städtische Land unter Wert verkauft wird. Hier wünscht sich die Partei eine für die städtischen Finanzen verträglichere Lösung bei einem künftigen Projekt.


Erwerb der Schadaugärtnerei: JA

Stellungnahme 18. November 2013

Das einmalige Areal vis à vis des Schadauparks und der Scherzligkirche soll durch die Stadt Thun dem Kanton Bern abgekauft werden. Das gibt der Stadt und seiner Bevölkerung die nötige Zeit, das Land wohl überlegt und passend zu entwickeln. Eile ist nicht angesagt, damit nun auf der grünen Wiese passende Ideen entwickelt werden können.

Das einmalige Areal vis à vis des Schadauparks und der Scherzligkirche soll durch die Stadt Thun dem Kanton Bern abgekauft werden. Das gibt der Stadt und seiner Bevölkerung die nötige Zeit, das Land wohl überlegt und passend zu entwickeln. Eile ist nicht angesagt, damit nun auf der grünen Wiese passende Ideen entwickelt werden können. Der Kaufpreis von rund 9.4 Millionen für 17'000 Quadratmeter (550 CHF/m2 ) ist hoch, doch eine gute Investition in die Zukunft und für kommende Generationen.

Neben den Kosten für das Land sind davon rund ein Drittel Projektentschädigungskosten für die getätigten Arbeiten durch die Investoren. Viel Geld für Unterlagen, die nun in einer Schublade versenkt werden. Es ist aber auch ein Lehrgeld für Stadt und Bevölkerung, die diesen Weg mit der Zonenplanänderung ursprünglich etwas unbedacht eingeschlagen hat.

Die Grünliberalen erhoffen sich in Zukunft von der Stadt erhöhte Transparenz und Informationspolitik in Bezug auf die Stadtentwicklung. Deshalb sollen die Thuner StimmbürgerInnen zu gesamtheitlichen Entwicklungsstrategien und –konzepten frühzeitig einbezogen werden.

Abstimmung Schlossbergparking: JA - Gemeinderat in der Pflicht

Medienmitteilung vom 9. November 2012

Die Grünliberalen Thun sprechen sich für den Investitionsbeitrag der Stadt Thun von 6,0 Millionen an das Projekt Schlossbergparking aus und empfehlen der Thuner Bevölkerung die Vorlage zur Annahme.

Das Projekt ist - sorgfältig geplant und umgesetzt - eine sinnvolle Investition in Thuns Zukunft. Die Innenstadt wird verkehrsfrei und attraktiver. Es wird keine zusätzliche Grünzone überbaut. Der Stadthügel mit der Kirche, dem Schloss und dem Museum sowie zukünftigen Angeboten, aber auch die Altstadt wird direkt zugänglich gemacht.
Bei allen Vorteilen darf das übergeordnete Ziel von nachhaltig gesunden Stadtfinanzen nicht vergessen werden. Die Grünliberalen nehmen den Gemeinderat in die Pflicht, dass die Stadt neben den 6 Mio. keine weiteren finanziellen Verpflichtungen übernimmt. Denn das Grossprojekt birgt bei der Ausschreibung, dem Bau und im Betrieb auch Risiken. Ein finanzielles Desaster, verursacht durch Baumängel, Rechtsstreitigkeiten, frühe und hohe Sanierungskosten oder einen unwirtschaftlichen Betrieb, darf nicht eintreten.

Die Grünliberalen Thun erwarten deshalb, dass die Verantwortlichen Personen im Gemeinderat, der Stadtverwaltung und der Parkhaus Thun AG das Projekt professionell, überlegt und ohne blinden Eifer angehen. Sollte sich zeigen, dass keiner der offerierenden GU die Anforderungen glaubhaft erfüllen und die gewünschten Garantien zum bereits kommunizierten Kostendach abgeben kann, müssen die Verantwortlichen den Mut haben, die Notbremse zu ziehen

Mitsprache Weststrasse: JA - aber

Medienmitteilung vom 8. Januar 2012

Die Grünliberalen Thun haben die Gelegenheit wahr genommen und an der von der Stadt ausgeschriebenen Mitsprache zur Überbauung Weststrasse teilgenommen. Sie sprechen sich insgesamt für die Zonenplanänderung Weststrasse aus. Allerdings erwarten sie eine offene, aktive und vor allem ehrliche Kommunikation gegenüber den ThunerInnen. Die Tatsache, dass freie Flächen zugunsten von Gewerbeland überbaut werden und zusätzlicher Lärm und Verkehr entstehen, ist klar zu kommunizieren. Die erwähnte und absehbare Verbindungsstrasse West- /Pfandernstrasse ist in die Planungsänderungen einzubeziehen und zu konkretisieren.

Mitwirkung Schlossbergparking: JA - aber nicht um jeden Preis

Medienmitteilung vom 8.August 2011

Die Grünliberalen Thun sprechen sich trotz vieler offener Fragen für das Weiterverfolgen des Projektes Schlossbergparking aus. Dutzende von Millionen von Franken für die gleiche Anzahl Parkplätze sind viel Geld. Dennoch kann es, sorgfältig geplant und umgesetzt, eine sinnvolle Investition in Thuns Zukunft sein. Für einen verantwortbaren Entscheid müssen nun seriöse Grundlagen erarbeitet und transparent der Stadtbevölkerung vorgelegt werden. Ähnlich ambitionierte (Luxus-)Projekte kann die Stadt Thun erst wieder angehen, wenn die Schlussrechnung vom Projekt Schlossbergparking vorliegt und der Betrieb wirtschaftlich ist.

Teilverkauf der Energie Thun AG: NEIN

Medienmitteilung vom 15. Januar 2009 der glp Thun / Berner Oberland

Aus aktuellem Anlass nahm der Vorstand die Gelegenheit war, die Diskussion und die Parolenfassung zum Teilverkauf Energie Thun AG auszulösen. Christoph Brönnimann, Infrastrukturnetzwerk-Experte, stellte zuerst die Fakten dar. Danach analysierte er die im Vorfeld zusätzlich gesammelten Informationen aus zum Teil dem Geschäft sehr nahe stehenden Quellen. Dies löste einige Diskussionen aus. Intensiv wurden die Daten interpretiert und Meinungen ausgetauscht. Schliesslich entschieden sich die Mitglieder für eine Parolenfassung und gegen eine Stimmfreigabe. Brönnimann präsen-tierte darauf hin den Antrag „Nein-Parole“ des Vorstandes. Die Mitglieder folgten in der Abstimmung mit klarem Mehr dem Antrag.

Grundsätze

Bewusst

Wir sehen das Leben als etwas Wertvolles und unsere ganzen Möglichkeiten, es zu geniessen, als Privileg. Eine solche Sicht schafft Bewusstsein und führt zu unserer Überzeugung, künftigen Generationen diese Werte erhalten zu wollen. Daher engagieren wir uns für eine Gesellschaft, welche den Begriff der Nachhaltigkeit lebt und respektiert.

Grünliberale

Dieses Bewusstsein verbindet uns und definiert unsere Haltung. Wir wollen, unabhängig von engen Ideologien, von Religion und Alter oder von links und rechts, daraus eine Verantwortung wahrnehmen. Unser Ziel ist, grünliberale Standpunkte in der Gesellschaft zu vertreten und mit überzeugenden Argumenten, Mehrheiten dafür zu gewinnen.

Politik

Im Kern grün und im Handeln liberal, suchen wir Wege, Umweltaspekte, Soziales und wirtschaftliche Interessen im Gleichgewicht zu halten. Der Wille, dabei vorwärts zu kommen, prägt unsere Politik. Wir politisieren sachbezogen und mit Respekt. Nicht nur gegenüber der Natur und den Mitmenschen, sondern auch gegenüber den Finanzen.

Jetzt. Aber auch morgen.

Im Zentrum einer liberalen Haltung steht die Freiheit. Unsere Eigenverantwortung könnte genügen, um das Zusammenleben zu regeln. Die Verschiedenheit der Menschen, ihrer Interessen und Standpunkte, führt aber zu ganz unterschiedlichen Auffassungen über das richtige Mass. Ein wichtiger Ort des Abwägens ist die Politik.

Daher liegen unsere Kernthemen und unser politisches Engagement für Sie dort, wo es für Mensch, Tier und Umwelt entscheidend wichtig ist, einen massvollen Umgang zu finden.

Unsere Positionen zu:

  • Energie & Klimaschutz: Energieeffizienz, erneuerbare Energiequellen und Atomausstieg
  • Wirtschaft: Starke Wirtschaft mit Verantwortung
  • Liberale Gesellschaft: Eigenverantwortung und Chancengleichheit
  • Raumplanung & Verkehr: Raum für Lebensqualität
  • Bildung & Forschung: Investitionen in Bildung bringt Innovation
  • Soziale Nachhaltigkeit: Sozialwerke im finanziellen Gleichgewicht
  • Wachstum: Mass halten - für Mensch und Natur
  • Migration: Offen, aber nicht grenzenlos
  • Gesundheit: Gesundes System dank sinnvollen Massnahmen
  • Umweltschutz & Natur: Natürliche Lebensgrundlagen schützen
  • Europa & Bilaterale: Vernetzt aber eigenständig
  • Kultur: Kulturelle Vielfalt ermöglichen